„Race around Austria“: Team Vorarlberg Santic in den Planungen für härtestes Rennen Europas – es riecht nach Adrenalin und Adventure!

Der Fußball rollt bereits wieder in Deutschland und bald auch in Österreich. Für den Radsport gibt es nationale und internationale neu ausgerichtete Kalender. Der UCI Weltverband hat vor kurzem deren Kalender präsentiert. Kein Stein blieb hier auf dem anderen. Zahlreiche bestehende Rennen von August bis Oktober wurden von meist höherstehenden Rennen überrollt.

Die Termine der World Tour, Weltmeisterschaften und nationalen Titelkämpfen wurden klarerweise priorisiert. Es bleibt spannend wie der reale Kalender ab August dann auch Bestand haben wird.

Team Vorarlberg Santic pro-aktiv für Kalenderplanung 2.0:

Die größte Profimannschaft Österreichs ist unterdessen sehr aktiv mit den Organisatoren in Kontakt. Das Ziel: Ein möglichst attraktiver internationaler Rennkalender von August bis November.

Ein intensiver Herbst steht bevor.

Rennen in Österreich bereits ab Juli?

Es zeichnen sich durch die Aktivitäten des österreichischen Radsportverbandes möglicherweise bereits für Juli erste Einzelzeitfahr Bewerbe ab. Ein zusätzlicher Anreiz für die 17 Profis!

Lust auf was ganz Verrücktes? Team Vorarlberg Santic plant für „RAA“ Race around Austria!

Not macht bekanntlich erfinderisch. Dies hat das Management auf den Plan gerufen über ein Projekt nachzudenken, welches ohne Corona fast unrealistisch war. Ein Start am härtesten Rennen Europas:  „Race around Austria“.

Thomas Kofler – Team Manager: „Das Prinzip liest sich recht einfach. So schnell wie möglich, NONSTOP an den Außengrenzen Österreich zu umrunden. Wir haben es intern besprochen und sehen hier einerseits eine sehr große Herausforderung, anderseits eine Chance was Neues zu probieren. Etwas untypisch für ein UCI Team, aber wir sind ja bekannt dafür nicht immer mit dem Mainstream zu schwimmen. Wir haben im Plan ein 4er Team an den Start bringen. Ausgestattet mit Lezyne GPS Navi-Computern und Lichtanlagen geht es durch Wind und Wetter bei Tag und Nacht. Die vier Fahrer können wechseln so oft sie wollen, Zeitfahr- oder superleichtes Radmaterial benutzen. Dies alles setzt eine gute Planung voraus, damit wir das Ziel in St. Georgen im Attergau nach 2200 Kilometer und 30 000 Höhenmetern auch erreichen – es wird eine beinharte Challenge!“

Facts:

Start:                    Mittwoch 12. August (St. Georgen / Attergau)

Ziel:                       Samstag 15. August (St. Georgen / Attergau)

Distanz:               2200 Kilometer – nonstop – im Einzelzeitfahrmodus

Höhenmeter:    30 000

Michael Nussbaumer – OK Leiter RAA: „Dass wir den Elite-Teams die einmalige Möglichkeit einer Teilnahme am Race Around Austria in diesem Ausnahmejahr geben ist für uns selbstverständlich. Wir wollten damit auch einen Beitrag im Radsport leisten und den Teams helfen, mit einer eigenen Elite-Wertung durch diese schwierige Zeit zu kommen. Mit dem Team Vorarlberg Santic schlagen wir in der zwölfjährigen Renngeschichte quasi ein neues Kapitel auf: Wir haben wir nun die erste Continental-Mannschaft bei uns am Start und darüber freuen wir uns riesig!“

Homepage RAA: https://www.racearoundaustria.at/

Streckenplan RAA: https://www.racearoundaustria.at/raa/strecke/

Was passiert mit dem Sport in der Corona Krise? Vier Fragen an den Austro-Kanadier Jack Burke!

Der junge Kufsteiner Maximilian Kuen konnte im Finale der e-Cycling Liga Austria im fünften Rennen auf Rang drei sprinten. Es siegte der Deutsche Jonas Rapp vom Team Hrinkows advarics. „Dieses Mal hat es funktioniert mit der Technik. Auf dem WM-Kurs von Harrogate war es bis zum Ziel super knapp. Ich war immer in der Spitzengruppe, aber Rapp und Kepplinger waren um einen Tick schneller. Nach den vielen Grundlagen Einheiten auf der Straße sich im Zwift Rennen auf der Kinetic Rolle zu matchen war heute super intensiv. Die kurzfristig eingeführte e-Cycling Liga war eine tolle Idee, die im kommenden Winter sicher eine Weiterführung erleben wird!

Resultat: https://www.e-cycling-austria.at/e-liga/ergebnisse/

Nachgefragt: Was für Pläne verfolgen die Regierungen mit der Sportwelt!

Sport Austria Präsident Hans Niessl brachte es dieser Tage auf den Punkt mit seinem Weckruf an die Adresse von Österreichs Vizekanzler Kogler: „Wir haben alle Unterlagen bereitgestellt. Wir haben alles getan um zu unterstützen. Aber nichts ist passiert!“ Ähnliche Situationen bei den Veranstaltern von Sportevents. Großveranstaltungen sind bis Ende August nicht durchführbar, mit gewissen Lücken hinsichtlich was die Rahmenbedingungen betreffen.

Zusammenkünfte größerer Gruppen sind bis Mitte Mai verboten. Ähnlich die Situation im Ausland. Zahlreiche große World Tour blicken einer sehr ungewissen Zukunft entgegen. Ebenso die erst kürzlich verschobene Tour de France, wie auch ein Giro oder Vuelta.

Es bleibt die Hoffnung, dass man in der Krise auf den Sport nicht vergisst!

Denn eines ist gewiss: Nach der Krise wird der Sport wichtiger denn je, und mit Garantie auch der Radsport. Hier reicht ein aktueller Blick auf die Radwege. Der beliebteste Freizeitsport nicht nur in Österreich, könnte speziell im Sommer 2020 dem Tourismus beim Überleben helfen.

Das Team Vorarlberg Santic ist hinter den Kulissen sehr engagiert am Werken an der Mitwirkung zum Re-Start des Radrennsports – ganz nach dem Motto „Jetzt erst recht!“

 

Vier Fragen an Jack Burke den kanadischen Weltenbummler und „Vorarlberg-Fan“!

Jack Burke (CAN/25) seit fünf Jahren Profi, 2020 neu beim Team Vorarlberg Santic

Heuer schon Rennen gefahren?

Bei meinen einzigen Rennen in dieser Saison in Kroatien hatte ich Pech und wurde auf den letzten Kilometern in einen recht wilden Sturz verwickelt. Und das war es auch schon bisher mit Rennen.

Nach dem Herunterfahren aufgrund von Corona – wie bist du mit dieser Situation umgegangen?

Ich habe das Beste daraus gemacht. Als Bergfahrer habe ich die Zeit nützen können und mich sehr intensiv auf die vielleicht noch bevorstehende restliche Saison vorbereiten können bzw. ich bin voll im Plan und allzeit bereit für Rennen.

Welche Umfänge hast du in den letzten zwei Monaten gefahren?

In den letzten Wochen habe ich das großartige Wetter ausgenützt. Oft bin ich mit Felix Meo (NZL), meinem Team Kameraden, recht „ausgedehnte“ Einheiten gefahren. Pro Woche 28 bis 36 Stunden und 18.000 bis 24.000 Höhenmeter. Wir waren auch schon am Gletscher in Sölden und Kaunertal.

Wie gefällt es dir in Vorarlberg?

Ich wohne in Alberschwende im Bregenzerwald und bin in einer Region, von welcher ich seit meiner Kindheit geträumt habe. Ich erkunde hier die gesamte Gegend und kenne diese vielleicht schon besser als viele Einheimische. Alle hier sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Zum Glück habe ich meine Skier zuhause gelassen, sonst wäre ich vielleicht nicht so viel auf dem Rad gewesen (lacht)!

Euer Jack und „Servas“ (der Gruß der Vorarlberger)

   

Der Blick nach vorne deutet auf gewisse Lichtblicke hin. Je nach Regierungsentscheid sind Einzelzeitfahren und ähnliche Bewerbe vielleicht schon in naher Zukunft möglich. Die Profis hätten sich es verdient – sie sind bereit für diese Prüfungen!