Erster richtiger Saisonhöhepunkt wartet in den französischen Alpen – Tour de Savoie Mont Blanc UCI 2.2 – Postalmsprint war keine Reise wert!

Es war ein Geduldskampf! Aber gestern hat der Veranstalter das OK gegeben für die Durchführung zu einer der schwersten Rundfahrten in Europa, der Tour de Savoie Mont Blanc (5. – 8. August)!

Und das Team Vorarlberg Santic ist am Start mit der aktuell besten Aufstellung. Das wird auch notwendig sein, denn man trifft unter anderem auf starke Pro Continental Teams wie Arkea-Samsic, B&B Hotels Vital Concept, Androni-Sidermec, Team Rally. Einige Teams rüsten sich dabei für die Tour de France an dieser prestigeträchtigen Rundfahrt.

Guerin ist fit wie ein Turnschuh nach Sturz in Kroatien – Thalmann und Stüssi führen Top Team an!

Nach seinem Horror Crash mit Tempo 70 in Kroatien beim GP Kranj am vergangenen Sonntag, meldet sich der Franzose fit zurück für seine Heimrundfahrt über den Col de Madeleine und weitere Alpenpässe der ersten Klasse.

Neben Guerin vervollständigen Kapitän Roland Thalmann, Colin Stüssi, Lukas Meiler, Johannes Schinnagel und Jack Burke den Kader.

„An dieser super schweren fünftägigen Tour sind wir in den letzten Jahren immer stark gefahren. Allerdings ist heuer alles anders. Es ist die erste Rundfahrt seit vier Monaten und man wird sehen wie die anderen Fahrer trainiert haben in der Corona Pause. Ich bin mir sicher dass wir aktiv fahren und all in geben, denn es brennen alle Fahrer und Betreuer auf den Start am Mittwoch 5. August in Annemasse. Ein Danke an den Veranstalter dass er die Rundfahrten trotz großer Covid-19 Auflagen durchführt!“ Thomas Kofler – Team Manager

Veranstalter: https://www.toursavoiemontblanc.com/

Infos zum Rennen: https://www.procyclingstats.com/race/tour-des-pays-de-savoie/2020/overview

Postalmsprint war keine Reise wert!

Der extreme Reiseverkehr und die unangekündigten Grenzkontrollen hat die Mannschaft zu spät an den Start gebracht, obwohl man zeitig unterwegs war. Aber auch das kommt vor! Ohne Vorbereitung war nicht mehr möglich als ein 18. Rang von Johannes Schinnagel.

Nichtsdestotrotz sind auch die Youngsters wieder im Rennrhythmus und wollen am kommenden Sonntag beim Einzelzeitfahren am Salzburgring (RadBundesliga) über 30 Kilometer.

Kader für Salzburgring:  Dominik Amann, Maximilian Kuen, Martin und Lukas Meiler, Felix Meo

Rang vier und fünf bei Pernsteiner Flug auf den steilsten Berg Österreichs! 

Wer kennt es nicht in der Radsportszene – das Kitzbüheler Horn. Die einen lieben es, viele zollen mehr als haushohen Respekt vor diesem Gewaltanstieg hinauf zum Alpenhaus auf 1670 Meter über Meer. Steigungen bis zu 22% sprechen eine eigene Sprache. Dies die Zutaten der zweiten „Hart und Härter“ Challenge heute in Kitzbühel. Alles eingebettet in traumhaftes Sommerwetter.

Pernsteiner fliegt auf das Kitzbüheler Horn – Thalmann, Stüssi und Burke voll im Plansoll!

  1. Start, 2. Sieg – Bahrain-McLaren-Profi Hermann Pernsteiner fährt bei den „Hart & Härter“-Challenges in einer eigenen Liga. Bei Sonnenschein und perfekten Radtemperaturen folgte die 2. „Hart & Härter“ Challenge aufs Kitzbüheler Horn. Gleich vom Start weg bei der Mautstation drückten die Spitzenfahrer gehörig aufs Tempo. Der Ö-Tour-Zweite Hermann Pernsteiner ließ von Beginn an nichts anbrennen und siegte mit einem Respektabstand von 31,7 Sekunden auf Ex-Rundfahrtssieger Riccardo Zoidl (Felbermayr Simplon Wels). Auf Rang drei mit 50,2 Sekunden Rückstand landete wie gestern beim Auftakt am Großglockner Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang). Auf den Plätzen vier und fünf folgten mit Roland Thalmann und Colin Stüssi wieder zwei Vorarlberg Santic-Profis. Ihnen fehlten nur noch wenige Sekunden in Richtung Podium. Jack Burke verbessert sich auf Rang neun. Max Kuen wird nach 160 Kilometer Anreise mit seiner TV-Show Teilnahme von „Max Kuen & Friends“ guter 20.

Roland Thalmann und Colin Stüssi: „Heute ging es schon besser als gestern. Wir nehmen diese super harten Rennen als geniales Finale in unseren Trainingsalltag. Am Vormittag Training in den hohen Bergen und am Abend hinauf auf die steilsten Berge Österreich bei Traumwetter – was will man mehr. Wir sind voll im Plan!“

Ergebnisse „Hart & Härter“-Challenge am Kitzbüheler Horn: https://events.racetime.pro/de/event/203/competition/1079/results 

Großes Finale auf dem Dach der Tour in Sölden!

Morgen folgt die dritte und letzte „Hart und Härter“ Challenge. Start in Sölden und dann hinauf ins ewige Eis zum Rettenbachferner. Das Ziel befindet sich nach 11 Kilometer auf 2803 Meter direkt im Ski Weltcup Skistadion. Die Ötztaler Gletscherstraße ist der höchste erreichbare Punkt in den Alpen – ein weiteres Novum von „Österreich dreht am Rad“!

Die Challenge wird live übertragen auf auf https://k19.at und https://www.eurosport.de ab 17 Uhr!

Was passiert mit dem Sport in der Corona Krise? Vier Fragen an den Austro-Kanadier Jack Burke!

Der junge Kufsteiner Maximilian Kuen konnte im Finale der e-Cycling Liga Austria im fünften Rennen auf Rang drei sprinten. Es siegte der Deutsche Jonas Rapp vom Team Hrinkows advarics. „Dieses Mal hat es funktioniert mit der Technik. Auf dem WM-Kurs von Harrogate war es bis zum Ziel super knapp. Ich war immer in der Spitzengruppe, aber Rapp und Kepplinger waren um einen Tick schneller. Nach den vielen Grundlagen Einheiten auf der Straße sich im Zwift Rennen auf der Kinetic Rolle zu matchen war heute super intensiv. Die kurzfristig eingeführte e-Cycling Liga war eine tolle Idee, die im kommenden Winter sicher eine Weiterführung erleben wird!

Resultat: https://www.e-cycling-austria.at/e-liga/ergebnisse/

Nachgefragt: Was für Pläne verfolgen die Regierungen mit der Sportwelt!

Sport Austria Präsident Hans Niessl brachte es dieser Tage auf den Punkt mit seinem Weckruf an die Adresse von Österreichs Vizekanzler Kogler: „Wir haben alle Unterlagen bereitgestellt. Wir haben alles getan um zu unterstützen. Aber nichts ist passiert!“ Ähnliche Situationen bei den Veranstaltern von Sportevents. Großveranstaltungen sind bis Ende August nicht durchführbar, mit gewissen Lücken hinsichtlich was die Rahmenbedingungen betreffen.

Zusammenkünfte größerer Gruppen sind bis Mitte Mai verboten. Ähnlich die Situation im Ausland. Zahlreiche große World Tour blicken einer sehr ungewissen Zukunft entgegen. Ebenso die erst kürzlich verschobene Tour de France, wie auch ein Giro oder Vuelta.

Es bleibt die Hoffnung, dass man in der Krise auf den Sport nicht vergisst!

Denn eines ist gewiss: Nach der Krise wird der Sport wichtiger denn je, und mit Garantie auch der Radsport. Hier reicht ein aktueller Blick auf die Radwege. Der beliebteste Freizeitsport nicht nur in Österreich, könnte speziell im Sommer 2020 dem Tourismus beim Überleben helfen.

Das Team Vorarlberg Santic ist hinter den Kulissen sehr engagiert am Werken an der Mitwirkung zum Re-Start des Radrennsports – ganz nach dem Motto „Jetzt erst recht!“

 

Vier Fragen an Jack Burke den kanadischen Weltenbummler und „Vorarlberg-Fan“!

Jack Burke (CAN/25) seit fünf Jahren Profi, 2020 neu beim Team Vorarlberg Santic

Heuer schon Rennen gefahren?

Bei meinen einzigen Rennen in dieser Saison in Kroatien hatte ich Pech und wurde auf den letzten Kilometern in einen recht wilden Sturz verwickelt. Und das war es auch schon bisher mit Rennen.

Nach dem Herunterfahren aufgrund von Corona – wie bist du mit dieser Situation umgegangen?

Ich habe das Beste daraus gemacht. Als Bergfahrer habe ich die Zeit nützen können und mich sehr intensiv auf die vielleicht noch bevorstehende restliche Saison vorbereiten können bzw. ich bin voll im Plan und allzeit bereit für Rennen.

Welche Umfänge hast du in den letzten zwei Monaten gefahren?

In den letzten Wochen habe ich das großartige Wetter ausgenützt. Oft bin ich mit Felix Meo (NZL), meinem Team Kameraden, recht „ausgedehnte“ Einheiten gefahren. Pro Woche 28 bis 36 Stunden und 18.000 bis 24.000 Höhenmeter. Wir waren auch schon am Gletscher in Sölden und Kaunertal.

Wie gefällt es dir in Vorarlberg?

Ich wohne in Alberschwende im Bregenzerwald und bin in einer Region, von welcher ich seit meiner Kindheit geträumt habe. Ich erkunde hier die gesamte Gegend und kenne diese vielleicht schon besser als viele Einheimische. Alle hier sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Zum Glück habe ich meine Skier zuhause gelassen, sonst wäre ich vielleicht nicht so viel auf dem Rad gewesen (lacht)!

Euer Jack und „Servas“ (der Gruß der Vorarlberger)

   

Der Blick nach vorne deutet auf gewisse Lichtblicke hin. Je nach Regierungsentscheid sind Einzelzeitfahren und ähnliche Bewerbe vielleicht schon in naher Zukunft möglich. Die Profis hätten sich es verdient – sie sind bereit für diese Prüfungen!

Team Vorarlberg Santic bleibt weiter im „Tritt“! Ein Blick hinter die Kulissen der Profis in ihrer längsten Vorbereitungszeit ihrer Karriere!

Die Radprofis sind es gewohnt, sich in ihrer Eigenschaft als Ausdauerathleten sehr gewissenhaft und langfristig vorzubereiten. 2020 wird die Vorbereitungszeit länger sein als jede bisherige Wettkampfsaison.

Es ist aktuell für die Athleten unheimlich schwer die Spannung und die die Intensitäten entsprechend zu halten. Ein Neustart ist aktuell noch schwer abzuschätzen. Ebenso trifft es viele Unternehmen und die gesamte Wirtschaft mit voller Härte. Alle eng verbunden mit dem Sport.

Wir möchten einen Blick zu einzelnen Profis in unserem Team gewähren, was machen sie aktuell. Hier einige Kurzberichte wie sie aktiv bleiben. In der Beilage entsprechendes Bildmaterial aus ihrem privaten Umfeld.

Daniel Geismayr (AUT/Dornbirn):

„Ich versuche mich trotz allem fit zu halten und mache natürlich viel Indoor. Grade mit den neuen virtuellen Möglichkeiten wie Zwift Radtraining fällt dies ein bisschen leichter. Stabi-, Kraft- und Rollentraining stehen an der Tagesordnung. Neben diesen Einheiten achte ich sowieso in der jetzigen Zeit noch mehr auf meine Ernährung, um das Immunsystem optimal zu versorgen. Ich koche viel, backe gesundes Brot usw.… um den Körper hierbei zu stärken. Ich kann mich aktuell auch recht gut motivieren mit neuen Herausforderungen, um dann wieder fit zu sein, wenn es wieder losgeht!“

       

Linus Stari (AUT/Lustenau):

„Mit dem gesunden Frühstück starte ich in den Tag, dann bin ich meist auf der Gymnastikmatte zu finden. Nach Dehnungs- u. Aktivierungsübungen verfolge ich viel mehr wie früher auch die aktuellen Nachrichten in den Medien. Gegen Nachmittag versuche ich mit Einheiten am Rad mich fit zu halten. Hier bin bewusst vorsichtig und grenze mich hier auf ein Minimum ein, was speziell auch die Risikobereitschaft betrifft. Ergänzend dazu versuche ich mich mit Übungen (welche man sonst eher gerne vernachlässigt), der Faszien Rolle und einer gesunden Ernährung up to date zu halten!“

   

Dominik Amann (AUT/Hohenems):

Kurz und knackig wie immer Dominik: „Neben meinem Indoor- und Radtraining, widme ich mich nun verstärkt auch um mein Fernstudium Wirtschaftsinformatik!“

Felix Meo (NZL) – wohnt und trainiert in Vorarlberg:

„Ich bin sehr glücklich, dass ich hier in Vorarlberg leben und trainieren kann. Normal wohne ich in Mailand. In Italien ist es aktuell sehr schwer als Radprofi mit den Beschränkungen. Das Team ermöglich mir hier, trotz der sehr speziellen Zeit, dass ich mich als Athlet weiter entwickeln kann. Eine bessere Trainingsregion als Vorarlberg gibt es nicht, und klar – ich mache auch sehr viele Indoor Aktivitäten und habe sehr viel Zeit über das Leben nachzudenken!“

Jack Burke (CAN) – wohnt und trainiert in Vorarlberg:

„Corona hat mir die Gelegenheit gegeben, mich nur auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Das Leben ist jetzt einfacher. Ich schätze die Möglichkeiten, welche sich bieten. Ich bin dankbar, dass ich trainieren kann und in einem kleinen Bauernhaus in den Bergen versteckt bin. Somit sind wir isoliert, haben einen fixen Tagesablauf und schätzen die Natur hier. Bevor es wieder weitergeht mit Rennen konzentriere ich mich auch um andere Dinge wie Schreiben und Lesen!“

 

Maximilian Kuen (AUT/Kufstein):

„Eine recht ähnliche Zeit wie Anfang November in der Vorbereitungszeit. Statt Rennen fahren hieß es bei uns in Tirol komplette Isolation. Viele Stabi- und Kraftübungen und natürlich Training auf meinem Kinetic-Roller. Seit kurzem dürfen wir wieder in die Natur gehen und draußen trainieren. Und ehrlich: Alles hat auch seine guten Seiten. Man denkt schon beim Frühstück was man am Abendtisch Neues probieren kann. Mit meiner Freundin habe ich die Wohnung und den Garten auf Vordermann gebracht. Bis wir wieder Rennen fahren, werden wir noch viele Kilometer abspulen. Die Motivation wird sicher nicht kleiner, wenn wir von den Leinen gelassen werden!“

   

Das gesamte Team Vorarlberg Santic wünscht allen einen langen Atem in dieser Zeit – bleibt gesund!